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Strahlenschutz, Medizinphysik - Gutachten, Beratungen, Training

Dipl.-Phys. Roland Wolff

Fachgebiete:

Strahlenschutz
Medizin- ,Strahlenphysik

News

Aktuelles und News aus Strahlenschutz und Medizinphysik

TÜV Röntgenreport 2024 - 08.05.2024

„Sowohl Mängelquoten bei der Erstprüfung als auch bei den wiederkehrenden Kontrollen zeigen die Notwendigkeit regelmäßiger Sicherheitsprüfungen durch unabhängige Sachverständige“, sagt Schröer. Trotz Herstellerabnahmen weise jedes sechste neu in Betrieb genommene Röntgengerät (15 Prozent) Mängel auf. Bei den wiederkehrenden Sicherheitsprüfungen liege die Mängelquote bei 16 Prozent. Die Mängelquote bei der Überprüfung einer wesentlichen Änderung liege bei 10 Prozent. „Vor der Inbetriebnahme ist die Kombination aus Herstellerabnahme und Sachverständigenprüfung sehr effektiv“, erläutert Schröer. „Während ihrer Nutzung tragen regelmäßige, unabhängige Prüfungen dazu bei, dass die Röntgengeräte sicher und funktionsfähig bleiben.“ Die meisten untersuchten Geräte stammen aus der Human- und Zahnmedizin: 53 Prozent entfielen auf die Zahnmedizin und 19 Prozent auf die Humanmedizin. 21 Prozent der geprüften Röntgeneinrichtungen waren technische Anwendungen, die zum Beispiel auf Flughäfen zum Einsatz kommen. Mit 8 Prozent machen Röntgengeräte im Bereich der Veterinärmedizin den kleinsten Teil aus.

Laut TÜV sind im Jahr 2023 von den Sachverständigen 2.798 humanmedizinische Röntgengeräte geprüft worden. Die Gesamtzahl der humanmedizinischen Geräte mit Mängeln lag bei 529 (19 Prozent). Etwa jedes fünfte Gerät mit Mängeln hatte schwerwiegende Mängel und musste nach der Behebung erneut geprüft werden. Der Großteil hatte mit 70 Prozent erhebliche Mängel. Im Jahr 2023 wurden bei 979 geprüften Geräten (stationäre Aufnahmeplätze) insgesamt 256 Mängel festgestellt. Die drei häufigsten Mängel seien fast ausschließlich bei wiederkehrenden Prüfungen festgestellt worden. Es handelte sich um Mängel an Folien, fehlenden Dosisindikatorwert bzw. Exposureindex und Patientenschutzmittel. Beim fehlenden Dosisindikatorwert bzw. Exposureindex gebe es laut TÜV prinzipiell zwei Fehlerquellen. Zum einen werde der vorhandene Dosisindikator bzw. Exposureindex nicht auf der Patientenaufnahme dargestellt, sondern befinde sich lediglich in den nicht dargestellten Bildinformationen. Der TÜV betont, dass dieser Fehler entstehe, wenn bei der Installation oder nach einem Software-Update vergessen worden sei, die betreffende Bildsoftware an das Digitalsystem anzupassen. Zum anderen gebe der Hersteller des Digitalsystems den Anwendern unter Umständen keine Angaben über die optimalen Werte. Bei Röntgenanlagen älteren Datums könnten diese Angaben auch als allgemeine Bedienungsanleitung vorliegen. Beide Anforderungen seien neu und würden daher noch nicht überall umgesetzt. Bei den Patientenschutzmitteln sei festzustellen, dass der Strahlenschutzverantwortliche nicht alle in der Sachverständigen-Richtlinie (SV-RL) geforderten Schutzmittel besitze.

https://www.mtdialog.de/news-fachbeitraege/themen/artikel/roentgenreport-2024

TÜV Röntgenreport 2024 - 08.05.2024

Im Jahr 2023 wurden Prüfungen an rund 15.000 Einzelgeräten durchgeführt. Unsucht wurden Geräte in der Human-, Dental- und Veterinärmedizin sowie Röntgengeräte im technischen Umfeld. Etwas mehr als 50 Prozent der geprüften Röntgeneinrichtungen entfielen auf den Bereich der Dentalmedizin. Die Einsatzgebiete Humanmedizin und Technik waren mit jeweils 19 Prozent und 21 Prozent vertreten. Die während der Sachverständigenprüfungen im Jahr 2023 festgestellten Mängel entfielen überwiegend auf Geräte aus der Human- und Dentalmedizin. Das ist zum einen durch die Vielzahl der Geräte zu erklären, 72 Prozent gehören diesen beiden Gruppen an, und zum anderen durch das geltende Schutzziel für die Patient:innen und die damit verbundenen hohen Anforderungen an die Sicherheit der Geräte.

Die Gesamtzahl der mangelhaften humanmedizinischen Geräte beträgt 529, im dentalmedizinischen Bereich waren 1.557 Geräten betroffen. Wobei 743 bzw. 1.784 einzelne Mängel festgestellt wurden. Bei Röntgeneinrichtungen aus dem Bereich Veterinärmedizin wurden 141 mangelhafte Geräte über alle Prüfungen hinweg notiert und bei Röntgeneinrichtungen zur technischen Anwendung 109 mangelhafte Geräte bei 122 aufgeführten Mangelpunkten. Die Ursache in den abweichenden Zahlen zwischen mangelhaften Geräten und Mängel liegt darin, dass gewisse Fehler aufeinander aufbauen. So zieht ein Mangel bei der Bildqualität auch einen Mangel bei der nicht Einhaltung der Mindestanforderungen nach sich. Eine Häufung von Mängeln aus unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Mangelkategorien ist daher eher die Ausnahme.

https://www.tuev-verband.de/tuev-reporte/roentgenreport-2024

GRS: Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine - 09.04.2024

An dieser Stelle finden Sie aktuelle Informationen, die die kerntechnische Sicherheit in der Ukraine betreffen, in umgekehrter chronologischer Reihenfolge - der jeweils aktuellste Beitrag an oberster Stelle.

08.04.2024

Die IAEA berichtet in ihrem gestrigen Update von Drohnenangriffen auf das Kernkraftwerk Saporischschja und spricht in dem Zusammenhang von "einem schweren Zwischenfall (...), der die nukleare Sicherheit gefährdet". Hinweise auf Schäden, die die nukleare Sicherheit beeinträchtigten, gebe es jedoch keine. Das vor Ort stationierte IAEA-Team habe die von den Angriffen betroffenen Stellen auf dem Anlagengelände aufgesucht und könne die Auswirkungen der Drohnenexplosionen, unter anderem an einem der sechs Reaktorgebäude, bestätigen. Der russische Betreiber meldet auf seinem Telegram-Kanal, dass es sich bei dem betroffenen Reaktorgebäude um Block 6 handele; Rosatom spricht in einer Mitteilung von drei Verletzten.

Wie der ukrainische und der russische Betreiber übereinstimmend meldeten, konnte die 330-kV-Reserveleitung, die wegen Beschuss am 04.04. unterbrochen worden war, bereits am Samstag wieder repariert werden.

https://www.grs.de/de/aktuelles/infobereich-ukraine/aktuelle-entwicklungen

BfS: Strahlendosis der Hände steigt bei nuklear-medizinischem Personal - 05.04.2024

Auswertung des Strahlenschutzregisters zeigt gegenläufige Trends

Eine genauere zeitliche Analyse der nachgewiesenen Strahlendosen zeigte zwei gegenläufige Trends: Die durchschnittliche Ganzkörperdosis (effektive Dosis) pro Person ging erkennbar zurück – von 1,4 Millisievert pro Jahr zu Beginn des Auswertungszeitraum auf 0,75 Millisievert pro Jahr am Ende des Zeitraums. Zugleich stieg die Teilkörperdosis (Organ-Äquivalentdosis) der Hand stetig an. Lag sie 1997 noch bei durchschnittlich 11,1 Millisievert pro Jahr und Person, waren es 2021 im Durchschnitt 29,5 Millisievert.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfS/DE/2024/0227-radiopharmaka.html

MTR in der Zwickmühle - 26.03.2024

MTA-R.de informiert:
Was tun? - Bei Anweisungen von Röntgenuntersuchungen durch nicht fachkundige Ärzte? Darf bzw. muss MTR die technische Durchführung einer Röntgenuntersuchung verweigern, wenn der anordnende Arzt nicht über die erforderliche Fachkunde verfügt?

Nicht selten werden junge, unerfahrene Ärzte ohne die erforderliche Fachkunde genötigt, die Indikation zu stellen und MTRA angewiesen, diese Indikation nicht in Frage zu stellen. Dies kann jedoch gravierende Konsequenzen für alle Beteiligten mit sich bringen, die nicht im Verhältnis zu dem organisatorischen Aufwand stehen, die Anwesenheit eines fachkundigen Arztes zu gewährleisten – zumal eine Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht oder die Ärztliche Stelle der zuständigen Landesärztekammer jederzeit möglich ist.

https://www.mta-r.de/blog/mtr-in-der-zwickmuhle/

BfS – Leitfaden zur Handhabung der DRW - 20.03.2024

Medizinphysik-WIKI:
- Bei Kombi-CT ohne DRW (z.B. Ganzkörper) gilt der höchste DRW, in diesem Beispiel 12 mGy (Abdomen)
- Bei Planungs-CT sind DRW zugrunde zulegen. Das gestaltet sich u.U. schwierig, da sich die Scans nicht an den für die DRW festgelegten anatomischen Grenzen orientieren. Hier müsste vermutlich häufig wie bei Kombi-CT vorgegangen werden.
- Umfasst eine Intervention sowohl eine diagnostische Untersuchung, als auch einen therapeutischen Eingriff, ist der gesamte Vorgang als therapeutisch zu bewerten und der entsprechende DRW zugrunde zulegen. Diese Handhabung führt zu Problemen. Wird beispielsweise zunächst eine diagnostische Becken-Bein-Arteriographie (DRW: 3500 cGycm²) und anschließend eine Oberschenkel-Knie PTA (DRW: 2500 cGycm²) durchgeführt, liegt der gesamten Untersuchung ein Referenzwert von 2500 cGycm² zugrunde. Dies ergibt offensichtlich keinen Sinn. Besser wäre vermutlich die Summe (oder das Maximum) der DRW anzusetzen, wenngleich auch diese Lösung nicht ganz korrekt ist.

https://medizinphysik.wiki/bfs-leitfaden-zur-handhabung-der-drw/
https://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/fachinfo/ion/leitfaden-drw-roe-2024.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Medizinphysik-WIKI: Aktualisierung des EBS der ÄSt.en für die Nuklearmedizin - 20.03.2024

Am 12.01.2024 wurde die neue Fassung des einheitlichen Bewertungssystems (EBS) für den Bereich Nuklearmedizin durch den zentralen Erfahrungsaustausch der Ärztlichen Stellen (ZÄS) veröffentlicht (verabschiedet am 23.10.2023).

Die Neuerungen für den technischen Teil in v. 10.00 gegenüber v. 8.02 hat Medizinphysik-WIKI zusammengefasst:

https://medizinphysik.wiki/aktualisierung-des-ebs-fuer-die-nuklearmedizin/

NUK: BfS sieht steigende Strahlendosis der Hände - 01.03.2024

Eine genauere zeitliche Analyse der nachgewiesenen Strahlendosen habe zwei gegenläufige Trends aufgezeigt: Die durchschnittliche Ganzkörperdosis (effektive Dosis) pro Person sei erkennbar zurückgegangen (von 1,4 Millisievert pro Jahr zu Beginn des Auswertungszeitraum auf 0,75 Millisievert pro Jahr am Ende des Zeitraums). Zugleich sei die Teilkörperdosis (Organ-Äquivalentdosis) der Hand stetig angestiegen, so das BfS. Habe sie 1997 noch bei durchschnittlich 11,1 Millisievert pro Jahr und Person gelegen, seien es 2021 im Durchschnitt 29,5 Millisievert gewesen.

Die Forscher empfehlen deshalb den Aufsichtsbehörden, Strahlenschutzbeauftragten und medizinischem Personal, diese Entwicklung sorgfältig zu beobachten und möglichen Ursachen nachzugehen. Es sei damit zu rechnen, dass die Anwendung radioaktiver Arzneimittel sowie die Menge (Aktivität) der eingesetzten Substanzen weiter zunähmen. Entsprechend raten die Forscher dazu, in der klinischen Praxis noch stärker als bisher auf Maßnahmen zur Reduzierung der Dosis der Hände zu achten. Wichtig seien neben technischen Maßnahmen unter anderem regelmäßige Risikobewertungen, Kontrollen von Arbeitsplätzen mittels Checklisten sowie vorbereitende Trainings mit nicht-radioaktiven Stoffen, bevor mit radioaktiven Medikamenten gearbeitet wird. Es sollte künftig der Schwerpunkt auf einer Dosisreduktion nach dem Prinzip „so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar“ liegen.

https://www.mtdialog.de/news/artikel/nuk-bfs-sieht-steigende-strahlendosis-der-haende

Update 209 – IAEA Director General Statement on Situation in Ukraine - 03.02.2024

Director General Rafael Mariano Grossi of the International Atomic Energy Agency (IAEA) travels to Ukraine’s Zaporizhzhya Nuclear Power Plant (ZNPP) next week to discuss and assess important issues and recent developments related to the still fragile nuclear safety and security situation at the site, including the reduced number of staff working at this major facility. Read more →

https://www.iaea.org/nuclear-safety-and-security-in-ukraine

BfS: Messen schafft Vertrauen - 12.01.2024

Umweltradioaktivität

Vor rund 50 Jahren wurde in Deutschland der Auftakt gegeben für ein neues Netzwerk zur Messung von Strahlung. Um im Falle eines möglichen Kernwaffenangriffs eine radiologische Gefährdung frühzeitig einschätzen zu können, wurden seit 1974 nach und nach deutschlandweit Geräte zur Messung der Gamma-Ortsdosisleistung (ODL) aufgestellt. Heute verfügt Deutschland mit rund 1.700 Sonden über das umfassendste Messnetz weltweit. Betrieben wird dieses Netzwerk seit 1997 vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Auch wenn sich die Anforderungen verändert haben – die Idee des Messnetzes als Frühwarnsystem ist so aktuell wie vor 50 Jahren.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2024/001.html?cms_pk_campaign=StrahlenschutzAktuell

DÄ: Fraktursonografie: Schall statt Strahlen - 12.01.2024

Strahlenschutz in der Medizin
Rechtfertigende Indikation in der Kinderradiologie

Warum ein Ultraschall zukünftig das Röntgen bei Kindern mit Verdacht auf Unterarmbruch ersetzen könnte, erklärt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

https://www.aerzteblatt.de/archiv/236706?rt=810149b7b29a5e01affd50c06cf76c17

INWORKS: collaborative study using NRRW data Updated 18 December 2023 - 05.01.2024

The study provides a direct estimate of the association between protracted low dose exposure to ionising radiation and solid cancer mortality. Although high dose rate exposures are thought to be more dangerous than low dose rate exposures, the risk per unit of radiation dose for cancer among radiation workers was similar to estimates derived from studies of Japanese atomic bomb survivors. Quantifying the cancer risks associated with protracted radiation exposures can help to strengthen the foundation for radiation protection standards.

INWORKS has assembled some of the strongest evidence to strengthen the scientific basis for the protection of adults from low dose, low-dose rate, exposures to ionising radiation. The study provides a direct estimate of the association between protracted low dose exposure to ionising radiation and solid cancer mortality. Although high dose rate exposures are thought to be more dangerous than low dose rate exposures, the risk per unit of radiation dose for cancer among radiation workers was similar to estimates derived from studies of Japanese atomic bomb survivors. Quantifying the cancer risks associated with protracted radiation exposures can help strengthen the foundation for radiation protection standards.

https://www.gov.uk/government/publications/radiation-workers-and-their-health-national-study/inworks-collaborative-study-using-nrrw-data

GRS: Systeme zur Stromversorgung des KKW Shika teilweise unbrauchbar - 04.01.2024

Bei dem Erdbeben am Neujahrstag in Japan wurden unter anderem auch Systeme beschädigt, die das Kernkraftwerk (KKW) Shika üblicherweise mit Strom versorgen.

https://www.grs.de/de/aktuelles/systeme-zur-stromversorgung-des-kkw-shika-teilweise-unbrauchbar

Vierte Verordnung zur Änderung der Strahlenschutzverordnung - 31.12.2023

Deutscher Bundestag

Einführung von wiederkehrenden sicherheitstechnischen Sachverständigenprüfungen für anzeigebedürftige Laseranlagen, Ermöglichung von Fachkunde im Strahlenschutz durch Online-Lehrangebote, Aufhebung der Pflicht zur Vorlage eines Strahlenpasses, Anpassung des Verfahrens der Freigabe radioaktiver Stoffe, Aufnahme von Bezeichnungen der Radionuklide und der Werte für hochradioaktive Strahlenquellen

https://dip.bundestag.de/vorgang/vierte-verordnung-zur-%C3%A4nderung-der-strahlenschutzverordnung/304693

BMUV: Kein Logistikzentrum für das Endlager Konrad - 16.12.2023

Rechtzeitige Realisierbarkeit in Würgassen und anderswo nicht gegeben

https://www.bmuv.de/pressemitteilung/kein-logistikzentrum-fuer-das-endlager-konrad

Risse bei Atommüllfässern im abgeschalteten Atomkraftwerk Emsland - 16.12.2023

Die Betreiberin des abgeschalteten Atomkraftwerks Emsland hat das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz fristgerecht über ein meldepflichtiges Ereignis informiert.

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/risse-bei-atommullfassern-im-abgeschalteten-atomkraftwerk-emsland-227936.html

BfS: Internationale Studie zu CT-Untersuchungen und Leukämierisiken bei Kindern erschienen - 09.12.2023

Vor einem Jahr veröffentlichte die International Agency for Research on Cancer (IARC) bereits Ergebnisse zum Hirntumorrisiko nach CT-Untersuchungen des Kopfes. Nun folgten die Ergebnisse für Krebserkrankungen des blutbildenden Systems (hämatologische Krebserkrankungen) wie Leukämien und Lymphome. Die Arbeit ist Teil der weltweit größten Studie zum Strahlenrisiko infolge von CT-Untersuchungen im Kindes- und Jugendalter, der Epi-CT-Kohortenstudie.

Die Studie, die im November im Fachmagazin "Nature Medicine" veröffentlicht wurde, zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen einer CT-bedingten Strahlenbelastung und einem erhöhten Risiko für Leukämien und Lymphome auf. Die Studie umfasste rund 877.000 Kinder und Jugendliche, bei denen CT-Untersuchungen durchgeführt wurden. In den Folgejahren traten in dieser Gruppe 790 hämatologische Krebserkrankungen auf.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfS/DE/2023/1120-leukaemierisiko.html?cms_pk_campaign=StrahlenschutzAktuell

GRS: Strahlenschutz in der interventionellen Radiologie verbessern: Schulungsvideo und Berechnungs-Tool entwickelt - 01.11.2023

Mithilfe der interventionellen Radiologie können bestimmte medizinische Eingriffe minimalinvasiv durchgeführt werden, für die es früher eine Operation gebraucht hätte. Da hierbei zur Bildgebung in der Regel ionisierende Strahlung verwendet wird, ist mit der Zahl solcher Eingriffe auch die Strahlenbelastung des involvierten medizinischen Personals im Lauf der Jahre stetig angestiegen. Um das Verständnis für die Verteilung der Strahlung im Raum zu verbessern und somit die Strahlenbelastung zu reduzieren, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der GRS im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Forschungsprojekts ein Schulungsvideo und ein Berechnungs-Tool erstellt.

https://www.grs.de/de/aktuelles/strahlenschutz-der-interventionellen-radiologie-verbessern-schulungsvideo-und-0

Uni Köln: Strahlenschäden an väterlichem Erbgut werden an Nachkommen weitergegeben - 31.10.2023

Schäden im väterlichen Genom des Fadenwurms Caenorhabditis elegans werden nicht repariert und stattdessen an die Nachkommen weitergegeben, während die weibliche Eizelle die Schäden repariert oder eingeht / Veröffentlichung in „Nature“

https://portal.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/presseinformationen/detail/strahlenschaeden-an-vaeterlichem-erbgut-werden-an-nachkommen-weitergegeben

https://portal.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/presseinformationen/detail/maennliche-keimzellen-sind-hauptverantwortlich-fuer-genveraenderungen

KDM: Stellungnahme DER SG MMR zuR Radioaktivität in Manganknollen - 25.10.2023

In einer aktuellen Publikation wird auf die natürliche Radioaktivität von Manganknollen und mögliche Gesundheitsrisiken bei einem unsachgemäßen Umgang mit den Knollen im Labor, wie auch bei der großtechnischen Verarbeitung der Knollen im Rahmen eines möglichen zukünftigen Tiefseebergbaus hingewiesen (Volz et al. 2023, Nature Scientific Reports).

Forschungseinrichtungen in Deutschland und weltweit befassen sich seit langer Zeit mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Manganknollen. In der Strategiegruppe „Marine Mineralische Ressourcen“ des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) sind führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den deutschen Forschungseinrichtungen in regelmäßigem Austausch zu allen Themen in Verbindung mit den mineralischen Ressourcen der Tiefsee.

Da die o.g. Publikation in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit zu Verunsicherung bezüglich der Gesundheitsgefahren beim Umgang mit Manganknollen geführt hat, nimmt die Strategiegruppe in dem hier beigefügten Papier Stellung zum Thema „Radioaktivität in Manganknollen“.

https://www.deutsche-meeresforschung.de/stellungnahme-der-strategiegruppe-marine-mineralische-rohstoffe/

BfS: Besondere Vorkommnisse 2022 - 24.10.2023

Melde- und Informationssystem für bedeutsame Vorkommnisse bei Strahlenanwendungen am
Menschen

https://medizinphysik.wiki/wp-content/uploads/2023/10/2023-10-bfs-bedeutsame-vorkommnisse-jahresbericht-2022.pdf

BfS: Notfallplan: Vorbereitung für den Ernstfall wird verbessert - 05.10.2023

BfS begrüßt Zustimmung des Bundesrats zu Allgemeinem Notfallplan

StrahlenschutzgesetzNeue rechtliche Regelungen

Ein Zwischenfall in einem ausländischen Kernkraftwerk, eine Straftat gegen eine kerntechnische Anlage, eine Kernwaffenexplosion - im radiologischen Notfall müssen die Abläufe klar geregelt sein. Dem dient der Allgemeine Notfallplan des Bundes (ANoPl), der jetzt den Bundesrat passiert hat. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) begrüßt den Allgemeinen Notfallplan als einen Zugewinn an Sicherheit im Krisenfall.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfS/DE/2023/0929-ANoPl.html

Research Cancer mortality after low dose exposure to ionising radiation in workers in France, the United Kingdom, and the United States (INWORKS): cohort study - 09.09.2023

Results The study included 103 553 deaths, of which 28 089 were due to solid cancers. The estimated rate of mortality due to solid cancer increased with cumulative dose by 52% (90% confidence interval 27% to 77%) per Gy, lagged by 10 years. Restricting the analysis to the low cumulative dose range (0-100 mGy) approximately doubled the estimate of association (and increased the width of its confidence interval), as did restricting the analysis to workers hired in the more recent years of operations when estimates of occupational external penetrating radiation dose were recorded more accurately. Exclusion of deaths from lung cancer and pleural cancer had a modest effect on the estimated magnitude of association, providing indirect evidence that the association was not substantially confounded by smoking or occupational exposure to asbestos.

Conclusions This major update to INWORKS provides a direct estimate of the association between protracted low dose exposure to ionising radiation and solid cancer mortality based on some of the world’s most informative cohorts of radiation workers. The summary estimate of excess relative rate solid cancer mortality per Gy is larger than estimates currently informing radiation protection, and some evidence suggests a steeper slope for the dose-response association in the low dose range than over the full dose range. These results can help to strengthen radiation protection, especially for low dose exposures that are of primary interest in contemporary medical, occupational, and environmental settings.

https://www.bmj.com/content/382/bmj-2022-074520

CardioNews: Arbeits- und Strahlenschutz im Katheterlabor - 09.09.2023

Interventionelle Kardiologie-- Technologischer Fortschritt hat dazu geführt, dass Patientinnen und Patienten heute auf höchstem Niveau minimalinvasiv im Katheterlabor behandelt werden. In Zeiten zunehmenden Wettbewerbs um qualifiziertes Personal kommt dem Arbeits- und Strahlenschutz der Mitarbeiter – neben dem Schutz der Patienten – besondere Bedeutung zu.

https://app.cardionews.de/Fortbildung/Arbeits-und-Strahlenschutz-im-Katheterlabor-437922.html

Health & Environmental Research Online (HERO): Non Hodgkin Lymphomas; Nuclear Workers - 08.09.2023

U.S. Environmental Protection Agency

Non-Hodgkin lymphomas and ionizing radiation: case report and review of the literature

https://hero.epa.gov/hero/index.cfm/reference/details/reference_id/10566405
https://hero.epa.gov/hero/index.cfm/reference/details/reference_id/8803285
https://hero.epa.gov/hero/index.cfm/reference/details/reference_id/8802461
https://hero.epa.gov/hero/index.cfm/reference/details/reference_id/4695496

The largest danger at the Zaporizhzhia nuclear power plant: intentional sabotage - 28.07.2023

Ever since its seizure by Russian forces in March 2022, the Zaporizhzhia nuclear power plant—Europe’s largest, with six reactors—has posed a serious danger of a radioactive disaster. Now, Ukrainian officials have charged that Russia has rigged the plant with explosives, while Russia claims that Ukraine plans an attack on the facility. On July 4, the site lost off-site power yet again, forcing its cooling systems to rely on backup power supply. How serious is the risk of a major radioactive disaster?

https://thebulletin.org/2023/07/the-largest-danger-at-the-zaporizhzhia-nuclear-power-plant-intentional-sabotage/

BfS: Nuclear accident management - 27.05.2023

If a nuclear facility in Germany or neighboring countries causes an accident, radiological emergency protection is activated to protect the population.

https://www.bfs.de/EN/topics/ion/accident-management/accident-management_node.html

In welchem Umfang können wir uns medizinisch auf den militärischen oder terroristischen Einsatz von Nuklearwaffen vorbereiten? - 27.05.2023

Als eine Konsequenz aus dem Krieg in der Ukraine muss der Einsatz staatlich kontrollierter Kernwaffen wieder als reales Bedrohungsszenario angesehen werden. Die medizinischen Folgen eines solchen Einsatzes wären multifaktoriell und auch stark von der Art der Waffe und der Detonationshöhe abhängig. In Summe wird es aber vor allem nahe dem Zentrum der Explosion zu einer hohen Strahlenbelastung kommen, die meist in Kombination mit Brandwunden sowie als Verletzungen durch Druck und herumfliegende Trümmerteile auftreten wird. Der Niederschlag radioaktiver Partikel kann, je nach Szenario, auch eine Gefahr für Menschen bedeuten, welche sich außerhalb des Explosionsradius befanden. Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr arbeitet intensiv daran, Wissenserwerb und Wissensaustausch auf militärischer wie ziviler Ebene voranzubringen und wirkt auf nationaler und internationaler Ebene bei der Verfassung präventiver und reaktiver Empfehlungen mit. Darüber hinaus wird mit Nachdruck an der Verbesserung von Diagnostik und Behandlung betroffener Patienten geforscht und die Anwendung dieser erworbenen Expertise zusammen mit den Bundeswehrkrankenhäusern Ulm und Koblenz geübt und vorgehalten.
As a conclusion of the war in Ukraine, the use of state-controlled nuclear weapons must again be considered a real threat scenario. The medical consequences of such a strike would be multifactorial and also strongly dependent on the type of weapon and the detonation altitude. In general, however, there will be high radiation exposure, especially close to the center of the detonation, mostly in combination with burns and injuries from blast shock and flying debris. Depending on the scenario, the fallout of radioactive particles can also cause a hazard to people outside the explosion radius. The Bundeswehr Institute of Radiobiology is working intensively to promote acquisition and exchange of knowledge at both military and civilian sites and is involved in the drafting of preventive and reactive recommendations at national and international level. In addition, intensive research is conducted to improve diagnostics and treatment of affected patients, and the application of acquired expertise is rehearsed and maintained together with the Bundeswehr hospitals in Ulm and Koblenz.

https://wehrmed.de/humanmedizin/in-welchem-umfang-koennen-wir-uns-medizinisch-auf-den-militaerischen-oder-terroristischen-einsatz-von-nuklearwaffen-vorbereiten.html

DPG: „Die nuklearen Gefahren vervielfachen sich“ - 27.05.2023

„Physikerinnen und Physiker müssen noch mehr vor den unabsehbaren Gefahren einer nuklearen Auseinandersetzung warnen und sich weltweit zusammenschließen, um Vorschläge zur drastischen Reduktion von nuklearen Risiken zu erarbeiten“, mahnt Joachim Ullrich, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, anlässlich der Herausgabe des aktuellen Faktenblattes Physikkonkret Nr. 65. Es warnt vor der steigenden Gefahr einer globalen nuklearen Bedrohung und beschreibt Wege zur Deeskalation.

https://idw-online.de/en/news809449#

AWI Researchers demonstrate High Natural Radioactivity of Manganese Nodules - 18.05.2023

17. May 2023]

Manganese nodules in the deep sea contain a wealth of valuable metals that are vital to e.g. the electronics and steelmaking industries. Accordingly, these sectors and many countries have pinned their hopes on deep-sea mining to meet the growing demand for raw materials like cobalt and rare-earth elements. In a study just released in the journal Scientific Reports, experts from the AWI show that such activities could not only have ecological impacts, but also pose health hazards, e.g. in connection with the industrial mining and processing of the nodules. According to their findings, in some cases e.g. the radioactivity of radium-226 in the nodules exceeds the safe limit defined in the German Radiation Protection Ordinance one hundred- to one thousand-fold.17. May 2023]

Manganese nodules in the deep sea contain a wealth of valuable metals that are vital to e.g. the electronics and steelmaking industries. Accordingly, these sectors and many countries have pinned their hopes on deep-sea mining to meet the growing demand for raw materials like cobalt and rare-earth elements. In a study just released in the journal Scientific Reports, experts from the AWI show that such activities could not only have ecological impacts, but also pose health hazards, e.g. in connection with the industrial mining and processing of the nodules. According to their findings, in some cases e.g. the radioactivity of radium-226 in the nodules exceeds the safe limit defined in the German Radiation Protection Ordinance one hundred- to one thousand-fold.

https://www.awi.de/en/about-us/service/press/single-view/awi-forschende-weisen-hohe-natuerliche-radioaktivitaet-in-manganknollen-nach.html

AWI-Forschende weisen hohe natürliche Radioaktivität in Manganknollen nach - 18.05.2023

[17. Mai 2023]

Manganknollen am Grund der Tiefsee enthalten wertvolle Metalle, die etwa für die Elektro- und Stahlindustrie von zentraler Bedeutung sind. Um die steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Kobalt und Seltenen Erden zu decken, setzen Industrie und einige Staaten deshalb große Hoffnungen in den Tiefseebergbau. Dass der nicht nur ökologische Folgen hat, sondern auch zu einer Gesundheitsgefährdung bei der industriellen Gewinnung und Verarbeitung der Knollen führen kann, zeigen Forschende des Alfred-Wegener-Instituts in einer nun im Fachmagazin Scientific Reports erschienenen Studie. Demnach überschreitet etwa die Aktivität von Radium-226 in den Knollen einen in der deutschen Strahlenschutzverordnung festgelegten Grenzwert teilweise um das Hundert- bis Tausendfache.

https://www.awi.de/ueber-uns/service/presse/presse-detailansicht/awi-forschende-weisen-hohe-natuerliche-radioaktivitaet-in-manganknollen-nach.html

Spektrum der Wissenschaft: Als der Leuchtturm von Majak explodierte - 19.04.2023

Der Atomunfall von Kyschtym war fast ebenso katastrophal wie Tschernobyl oder Fukushima. Doch die über Jahrzehnte geheim gehaltene Anlage Majak in Russland hat noch Schlimmeres angerichtet. Heute profitiert der Westen davon.
von Philipp Hummel

https://www.spektrum.de/news/die-reaktorkatastrophe-von-majak/1501007

IOP Science: Society for Radiological Protection, find out more Focus on the 60th anniversary of the Kyshtym Accident and the Windscale Fire - 19.04.2023

In 1957, two nuclear accidents occurred, the first at the Mayak nuclear complex in the then USSR (the "Kyshtym Accident" in the Southern Urals of Russia) and the second at Windscale Works in the UK (the "Windscale Fire" at Sellafield, NW England). These were the world's first serious nuclear accidents, and they happened within two weeks of each other. The Kyshtym Accident was a chemical explosion in a highly radioactive waste liquid storage tank, which led to a cloud of radioactive material spreading contamination to the north-east of Mayak, forming the East Urals Radioactive Trace (EURT). Over 10,000 people in the worst affected areas of the EURT were evacuated, and residual Sr-90 activity is still significant in some areas today. The Windscale accident was a fire that developed in the core of an early air-cooled nuclear reactor, which led to an uncontrolled release of radionuclides from the reactor's exhaust chimney. Contamination of pasture by I-131 led to a milk distribution ban covering farms in a ~500 km2 area, which lasted six weeks close to Sellafield.

https://iopscience.iop.org/journal/0952-4746/page/Focus_on_Kyshtym_and_Windscale

GRS: Sicherheitsrelevante Schäden im Sicherheits-Einspeisesystem französischer Kernkraftwerke - 10.04.2023

In zahlreichen französischen Reaktorblöcken sind im Lauf der vergangenen Monate Rissbefunde an Schweißnähten in den Sicherheits-Einspeisesystemen festgestellt worden. Der nachfolgende Beitrag bietet einen aktualisierten Überblick über den aktuellen Wissensstand. Er beruht auf Informationen der französischen Aufsichtsbehörde ASN, der Betreiberin EDF und unseres französischen Partners IRSN, mit dem wir über das europäische Netzwerk ETSON in engem fachlichen Austausch stehen. (Anm.: Die Ergänzungen gegenüber der Vorversion dieses Beitrags finden sich am Ende des Textes.)

https://www.grs.de/de/aktuelles/sicherheitsrelevante-schaeden-im-sicherheits-einspeisesystem-franzoesischer

BfS: Sind Laserpointer gefährlich? - 07.04.2023

In der Wasserwaage, als Schlüsselanhänger – und natürlich als kleiner Zeigestock: Laserpointer begegnen uns im Alltag ganz beiläufig. Aber eigentlich ist hier Vorsicht angesagt: Schaut man direkt in den Strahl rein, kann es zu Schäden kommen. Im Video (von 2022) erklärt das BfS, was es mit den verschiedenen Laserklassen auf sich hat.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Videos/BfS/DE/opt-stimmen-von-der-strasse-laser.html?cms_pk_campaign=StrahlenschutzAktuell

BfS: Fragen und Antworten zu Anlage 14 der Strahlenschutzverordnung - 16.03.2023

Anlage 14 (zu § 108) der Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV) befasst sich mit den Kriterien für die Bedeutsamkeit eines Vorkommnisses bei medizinischer Exposition und bei Exposition der untersuchten Person bei einer nichtmedizinischen Anwendung.

https://www.bfs.de/DE/themen/ion/anwendung-medizin/bevomed/faq/faq-kurzinfo_node.html

SSK: Strahlennotfallmedizin Handbuch für die medizinische Versorgung und Ausbildung - 25.01.2023

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet im Umlaufverfahren am 28. August 2022

Eine Arbeitsgruppe der Ausschüsse „Notfallschutz“ und „Strahlenschutz in der Medizin“ der SSK hat die Bände 4 „Medizinische Maßnahmen bei Kernkraftwerksunfällen“ und 32 „Der Strahlenunfall“ der Publikationsreihe „Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission“ überarbeitet und in der Empfehlung „Strahlennotfallmedizin – Handbuch für die medizinische Versorgung und Ausbildung“ zusammengefasst.

In dem vorliegenden Handbuch werden die Vorgaben des neuen Strahlenschutzrechts ebenso berücksichtigt wie die Szenarien im radiologischen und nuklearen Notfall, auf die sich Bund und Länder vorbereiten. Es werden Ereignisse betrachtet, die sowohl bei Einzelpersonen als auch bei einer großen Anzahl an Personen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch eine vermutete oder tatsächlich erhaltene Strahlenexposition führen können.

Dieses Handbuch soll auch als operationeller Leitfaden dienen. Es kann für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Strahlennotfallärzt*innen und des Weiteren eingesetzten Personals sowie als Wissensgrundlage für all diejenigen, die in der radiologischen Notfallvorsorge und -reaktion tätig sind, genutzt werden.

Das Handbuch kann das operativ tätige Personal in der akuten Unfallsituation unterstützen und gibt wichtige Hinweise für die Behandlung in der Klinik. Neben den Strahlengrundlagen wird die medizinische und psychosoziale Versorgung ebenso behandelt wie organisatorisch-technische Aspekte rund um die verschiedenen Strahlen(unfall)szenare. Zur Erleichterung der Anwendung in der Einsatzsituation sind wichtige Entscheidungshilfen und Zusammenfassungen im Druck farblich hervorgehoben.

Zum Download hier:
https://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse/2022/2022-09-05_Empf_Strahlennotfallmedizin.html?nn=2332186

MTA DIALOG: Kinder-CT: Hirntumorrisiko erhöht? - 09.12.2022

"In einer großen Studie mit Daten aus 276 Krankenhäusern aus neun europäischen Ländern zeigt sich offenbar ein höheres Hirntumorrisiko bei Kindern nach Strahlenbelastung durch Computertomografie-Untersuchungen. Eine statistisch signifikante lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung wurde gefunden."

Strategien zur Dosisoptimierung

" „Computertomografische Untersuchungen, sogenannte CT, liefern wichtige diagnostische Informationen, die lebensrettend sein können. Gleichzeitig sind die Patientinnen und Patienten dabei einer viel höheren Strahlendosis ausgesetzt als bei Röntgenaufnahmen und den meisten anderen radiologischen Diagnoseverfahren. Mehrere frühere Studien deuteten bereits darauf hin, dass CT-Untersuchungen des Kopfes bei Kindern mit einem erhöhten Hirntumorrisiko verbunden sind. Genaue und solide Schätzungen des Krebsrisikos insbesondere in Abhängigkeit von der CT-Strahlendosis fehlten jedoch und werden dringend benötigt, um Strategien zur Dosisoptimierung zu entwickeln. Diese Schätzungen liefern nun die Ergebnisse unserer Studie“, erklärt Prof. Hauptmann, Statistiker und Professor an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane in Neuruppin, der die Daten analysiert hat und dabei eine statistisch signifikante lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung für Hirntumore fand."

Anmerkung: Dies unterstreicht die Bedeutung der Grundsätze im Strahlenschutz, insbesondere die rechtfertigende Indikation und die Dosisoptimierung.

https://www.mta-dialog.de/artikel/kinder-ct-hirntumorrisiko-erhoeht

BfS: Aus Fehlern lernen: Vorkommnisse bei Strahlenanwendungen - 04.12.2022

Medizinische Strahlenanwendungen sind fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland und insgesamt sehr sicher. Trotz hoher Qualitätsstandards kann es jedoch vorkommen, dass Menschen während einer Untersuchung oder Therapie unbeabsichtigt zu viel Strahlung ausgesetzt sind. So etwas geschieht etwa, wenn die Strahlendosis bei einer Computertomographie (CT) überschritten wird oder wenn Patient*innen verwechselt werden.

Im Sinne des Strahlenschutzrechts handelt es sich dann um ein sogenanntes bedeutsames Vorkommnis, das meldepflichtig ist.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat nun den Bericht zu bedeutsamen Vorkommnissen in der Medizin für Deutschland im Jahr 2021 veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen zu Meldungen sind online einsehbar. Die Präsidentin des BfS, Inge Paulini, ruft aus diesem Anlass dazu auf, transparent mit möglichen Fehlern umzugehen: ""Jede Meldung eines bedeutsamen Vorkommnisses ist für die Patientensicherheit und den Strahlenschutz wichtig. Jede Meldung ist ein Beitrag, um den hohen Standard bei Strahlenanwendungen in der Medizin zu sichern und weiterzuentwickeln.""

https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2022/018.html?cms_pk_campaign=StrahlenschutzAktuell

BfS: Analyse und Vermeidung von Fehlern bei medizinischen Strahlenanwendungen: BeVoMed-Jahresberichte - 04.12.2022

Medizinische Strahlenanwendungen kommen immer häufiger zum Einsatz, um Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Technische Innovationen verbessern diese Anwendungen stetig, machen sie teilweise aber auch komplexer. Damit erhöht sich aber auch das Risiko von geräte- oder personenbedingten Fehlern sowie von Unfällen, die zu einer Schädigung von Patient*innen oder Personal führen oder zumindest führen können.

Um den Schutz dieser Personen zu gewährleisten und weiterzuentwickeln ist es unabdingbar, Fehlexpositionen und Unfälle zu erfassen. Damit etwaige Fehler in medizinischen Einrichtungen in Zukunft vermieden werden können, sind sie im Detail aufzuarbeiten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu verbreiten.

Für das Jahr 2020 wurden insgesamt 102 bedeutsame Vorkommnisse ausgewertet. Die häufigsten Meldungen kamen aus dem Bereich Strahlentherapie und betrafen vorwiegend Personenverwechslungen und Bestrahlungsplanverwechslungen.

Bei den Bestrahlungsplanverwechslungen kann nur eine kritische Analyse der Prozessabläufe entlang der gesamten Behandlungskette zu einer Senkung der Fehlerrate führen. Insgesamt sind zur Fehlervermeidung in medizinischen Einrichtungen detaillierte schriftliche Arbeitsanweisungen unabdingbar. Diese müssen kontinuierlich an organisatorische und technische Entwicklungen angepasst werden. Im Rahmen des lokalen Qualitätsmanagements müssen diese Anweisungen entsprechend der aufgetretenen Vorkommnisse weiterentwickelt werden. Außerdem müssen Mitarbeitende stetig geschult und für mögliche Fehlerquellen sensibilisiert werden.

Das BfS empfiehlt eine strikte Umsetzung des 4-Augen-Prinzips. Auch ist eine offene Fehlerkultur und eine umfassende Kommunikation zwischen allen an einer Untersuchung oder Behandlung beteiligten Personen - über Hierarchieebenen und Institutionen hinweg - unerlässlich.

https://www.bfs.de/DE/themen/ion/anwendung-medizin/bevomed/jahresbericht/jahresbericht.html

Medizinische Physik: Die neuen DRW sind da! - 04.12.2022

Das Warten hat eine Ende: Die Bekanntmachung der aktualisierten diagnostischen Referenzwerte (DRW) für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen ist vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht worden.

Die Veränderungen zu den bislang gültigen DRW von 2016 bzw. 2018 haben wir euch übersichtlich in einer Tabelle dargestellt.



Die wichtigsten Änderungen sind:

Für die CT werden nun ausschließlich Werte für den CTDI definiert, nicht mehr für das DLP. Für eine anatomische Orientierung werden zudem Scanlänge und Scanbereiche angegeben
Einführung von Referenzwerten für die DVT
Einführung von Referenzwerten für EPU
Bei der Endovaskulären Aneurysma Therapie (EVAR) berücksichtigen die neuen DRW die Komplexität der Anwendung (einfache Prothesen vs. fenestrierte/gebranchte Prothesen) und nicht mehr die anatomische Region
Hinzunahme der Altersgruppe „Späte Kindheit“ bei konventionellen Projektionsaufnahmen am Kind. Generell sollen nun bei Untersuchungen von Kindern vornehmlich die Gewichtsklassen herangezogen werden

Obwohl kaum Referenzwerte hinzugekommen sind, wird die Aktualisierung kurzfristig zu erhöhtem Aufwand führen. Insbesondere die Umstellung des Referenzwerts für CT-Untersuchungen wird anfänglich eine Herausforderung.

https://medizinphysik.wiki/die-neuen-drw-sind-da/

BfS: Bekanntmachung der aktualisierten diagnostischen Referenzwerte - 04.12.2022

Diagnostische und interventionelle Röntgenuntersuchungen

Die diagnostischen Referenzwerte für diagnostische und interventionelle Röntgenuntersuchungen wurden in einem Rundschreiben des Bundesumweltministeriums vom 23.11.2022 bekanntgegeben. Demnächst werden sie auch im Bundesanzeiger erscheinen.

Nuklearmedizinische Untersuchungen

Die Aktualisierung der diagnostischen Referenzwerte für nuklearmedizinische Untersuchungen wurde am 15. Juni 2021 bekannt gegeben und am 06. Juli 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht (BAnz AT 06.07.2021 B4).

https://www.bfs.de/DE/themen/ion/anwendung-medizin/diagnostik/referenzwerte/referenzwerte_node.html

LTO: Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke Zu kurz gedacht? - 21.10.2022

Der Atomausstieg war zum Ende des Jahres geplant – doch wegen des Ukraine-Krieges droht eine Gasknappheit. Kann die Laufzeit der Atomkraftwerke einfach verlängert werden? Daniela Winkler und Roman Pfleiderer erklären die Rechtsgrundlagen.

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/verlaengerung-der-laufzeit-atomkraftwerke-rechtliche-rahmenbedingungen/

Fragen und Antworten zur AKW-Laufzeitverlängerung - 21.10.2022

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt die Energieversorgung in Deutschland vor neue Herausforderungen. Die Bundesregierung trifft vielfältige Maßnahmen, um dieses Problem zu lösen. Vor diesem Hintergrund wird auch die Frage diskutiert, ob eine Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke einen Beitrag leisten könnte, die Energiesicherheit im Land zu sichern.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bereits im Frühjahr 2022 geprüft, ob und welchen Beitrag ein Weiterbetrieb der letzten drei verbliebenen AKW über den 31. Dezember 2022 hinaus leisten könnte. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Kraftwerke nach dem Gesetz über den Atomausstieg vom Netz genommen werden. ...

https://www.bmuv.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicherheit/faq-akw-laufzeitverlaengerung

BASE: Die aktuelle Diskussion um verlängerte AKW-Laufzeiten - 21.10.2022

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sorgt in Deutschland u.a. für eine neue Debatte über die Energieversorgung und die damit einhergehende Versorgungssicherheit mit Gas. Deutschland war bislang in hohem Maße von fossilen Brennstoffen aus Russland abhängig.

Das Bundeskabinett beschloss am 19.10.2022 den Entwurf für eine 19. Atomgesetznovelle. Der beschlossene Gesetzentwurf schafft die atomrechtlichen Voraussetzungen für einen befristeten Streckbetrieb der Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 bis spätestens zum 15. April 2023. Der Gesetzentwurf schreibt vor, dass für den weiteren Leistungsbetrieb der Anlagen nur die in der jeweiligen Anlage noch vorhandenen Brennelemente zu nutzen sind. Der Einsatz neuer Brennelemente ist nicht zulässig. Am 15. April 2023 müssen die Kraftwerke dann spätestens ihren Leistungsbetrieb einstellen. Aufgrund des kurzen Zeitraums von maximal dreieinhalb Monaten zusätzlichen Leistungsbetriebs ist für den Weiterbetrieb keine Periodische Sicherheitsüberprüfung vorzulegen. Der Staat übernimmt keine Kosten für diesen Streckbetrieb. Der Gesetzentwurf bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates.

Pressemitteolung sowie weitere Informationen auf:
https://www.base.bund.de/DE/themen/kt/ausstieg-atomkraft/laufzeitverlaengerung-faq.html

Ukraine nuclear plant: what happens if it releases a radioactive plume? - 29.09.2022

Officials from the United Nations’ atomic-energy watchdog have this week begun inspections of southern Ukraine’s Zaporizhzhia Nuclear Power Station, where shelling and fighting have raised the risk of a nuclear accident. Russian troops have occupied the nuclear plant — Europe’s largest — since March as part of their ongoing war in Ukraine. The international community has issued stark warnings that damaging some of Zaporizhzhia’s six reactors could lead to catastrophic meltdowns like those that occurred in 2011 at the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant in Japan.

https://www.nature.com/articles/d41586-022-02811-8

Retrospective analysis of somatic mutations and clonal hematopoiesis in astronauts - 08.09.2022

With planned deep space and commercial spaceflights, gaps remain to address health risks in astronauts. Multiple studies have shown associations between clonal expansion of hematopoietic cells with hematopoietic malignancies and cardiometabolic disease. This expansion of clones in the absence of overt hematopoietic disorders is termed clonal hematopoiesis (CH) of indeterminate potential (CHIP). Using deep, error-corrected, targeted DNA sequencing we assayed for somatic mutations in CH-driver genes in peripheral blood mononuclear cells isolated from de-identified blood samples collected from 14 astronauts who flew Shuttle missions between 1998–2001. We identified 34 nonsynonymous mutations of relatively low variant allele fraction in 17 CH-driver genes, with the most prevalent mutations in TP53 and DNMT3A. The presence of these small clones in the blood of relatively young astronaut cohort warrants further retrospective and prospective investigation of their clinical relevance and potential application in monitoring astronaut’s health.

https://www.nature.com/articles/s42003-022-03777-z#Sec1

Researchers Find Spaceflight May Be Associated With DNA Mutations and Increased Risk of Developing Heart Disease and Cancer - 08.09.2022



New York, NY (August 31, 2022)

Astronauts are at higher risk for developing mutations—possibly linked to spaceflight—that can increase the risk of developing cancer and heart disease during their lifetimes, according to a first-of-its kind study from the Icahn School of Medicine at Mount Sinai.

Astronauts are at higher risk for developing mutations—possibly linked to spaceflight—that can increase the risk of developing cancer and heart disease during their lifetimes, according to a first-of-its kind study from the Icahn School of Medicine at Mount Sinai.

A team of researchers collected blood samples from National Aeronautics and Space Administration (NASA) astronauts who flew space shuttle missions between 1998 and 2001. They discovered DNA mutations, known as somatic mutations, in the blood-forming system (hematopoietic stem cells) in all 14 astronauts studied. Their findings, published in the August issue of Nature Communications Biology, suggest that spaceflight could be associated with these mutations and emphasize the importance of ongoing blood screening of astronauts throughout their careers and during their retirement to monitor their health. ...

https://www.mountsinai.org/about/newsroom/2022/fesearchers-find-spaceflight-may-be-associated-with-dna-mutations-and-increased-risk-of-developing-heart-disease-and-cancer

Flugzeug-Besatzungen haben ein höheres Hautkrebsrisiko - 03.09.2022

Wer viel draußen ist und damit auch viel in der Sonne, hat ein höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Das gilt für Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter genauso wie für bestimmte Berufsgruppen. Dazu gehören zum Beispiel Angestellte auf Baustellen, in Gärtnereien, oder professionelle Sportlerinnen und Sportler.

Bei einer anderen Berufsgruppe ist die Erklärung für das erhöhte Risiko nicht ganz so einfach: Besatzungen von Flugzeugen. Und wie viel größer es ist, unterscheidet sich je nach Studie. Laut einer in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology veröffentlichten Untersuchung etwa erkranken sie doppelt so häufig an Melanomen wie die Allgemeinbevölkerung. Die Sterblichkeitsrate bei Pilotinnen und Piloten ist ebenfalls erhöht. Die der Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen allerdings nicht, zeigt eine Studie der Australian Radiator Protection and Nuclear Safety Agency Arpansa. :::

https://www.aerotelegraph.com/flugzeug-besatzungen-haben-ein-hoeheres-hautkrebsrisiko

BfS unterstützt Ukraine mit Messausrüstung - 01.09.2022

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) unterstützt die Ukraine mit zwei Spezial-Fahrzeugen und Ausrüstung zur Messung der Umweltradioaktivität. Diese wurden am 17. August an Mitarbeiter*innen des Tschernobyl-Centers mit Sitz im ukrainischen Slawutitsch übergeben. Mit den Messfahrzeugen ist es möglich, Umweltradioaktivität unabhängig von fest installierten Sonden zu ermitteln, sowie Umweltproben für die Analyse im Labor zu nehmen.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfS/DE/2022/0818-ukraine-ausruestung.html?cms_pk_campaign=StrahlenschutzAktuell

Oberneuland Magazin: Strahlenbelastung und Fliegen - 26.08.2022

Oberneuland Magazin, Nr. 09/2022, 25. Jahrgang, Bremen

Seite 115: Strahlenbelastung und Fliegen
Einführung und Überblick

https://www.yumpu.com/de/embed/view/801Zm76RAM9iVKWE?isfsol=true

Strahlenbelastung im Weltall: »Der Grenzwert wird deutlich überschritten« - 21.07.2022

Wenn Menschen ins All fliegen, sind sie erhöhter Strahlung ausgesetzt. Die Strahlenbiologin Christine Hellweg erklärt im Interview, was das für Folgen haben kann - und wo wir noch große Wissenslücken haben.
von Janosch Deeg

https://www.spektrum.de/news/der-grenzwert-wird-deutlich-ueberschritten/1660736

Podcast: Krebs als Berufskrankheit? - 19.06.2022

Podcast "Die Faszination Radiologie" von Dorina Petersen (MTRA) und Stefan Gaisbichler (MTRA)

Mit drei Experten gehen wir der Frage nach, ob unser Beruf in der Radiologie einer höheren Krebsgefahr ausgesetzt ist.

https://www.stefan-gaisbichler.at/podcast/
https://www.youtube.com/watch?v=6Tt_Zu8YkIg

proEXPERTS: Berufsbild: Sachverständiger für Strahlenschutz und Medizinphysik - 09.06.2022

Das Deutsche Sachverständigen Magazin
proEXPERTS, 04/19, Oktober 2019

https://fliphtml5.com/ykkfi/nnys/basic

Hohe Strahlung gefährdet Piloten und Flugbegleiter - 04.06.2022

In zehn Kilometer Höhe wirkt kosmische Strahlung 150 Mal stärker als am Boden – eine neue Langzeitauswertung des französischen Instituts für Strahlenschutz IRSN warnt vor einer steigenden Exposition der ohnehin besonders betroffenen Risikogruppe Flugpersonal. "Mit Ausnahme des Jahres 2020, in dem der Airlineverkehr durch Covid-19 rückläufig war, ist die durchschnittliche Individualdosis des Flugpersonals im Zeitraum 2015-2019 konstant gestiegen", stellen die Forscher fest.

https://www.flugrevue.de/zivil/geballte-dosis-hohe-strahlung-gefaehrdet-piloten-und-flugbegleiter/

BfS untersucht Radon-Situation an Arbeitsplätzen - 04.06.2022

Bei der Arbeit kann man mit den unterschiedlichsten Schadstoffen in Berührung kommen. Ein wenig bekannter Innenraumschadstoff ist das radioaktive Gas Radon. Radon kommt deutschlandweit im Boden vor und kann sich in Gebäuden sammeln. Ist man längere Zeit erhöhten Radon-Mengen ausgesetzt, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Um einen besseren Überblick über die Radon-Situation an Arbeitsplätzen in Deutschland zu erhalten, lässt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Rahmen einer Studie Radon-Messungen an Arbeitsplätzen durchführen. Teilnehmen können Arbeitgeber*innen, für die keine gesetzliche Radon-Messpflicht nach dem Strahlenschutzgesetz besteht und die Arbeitsplätze in Keller- oder Erdgeschossen haben.

https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2022/008.html?cms_pk_campaign=StrahlenschutzAktuell

Medizin: Wie effektiver Strahlen- und Arbeitsschutz im Herzkatheterlabor aussehen können - 16.04.2022

Herzkatheterlabore sind im Hinblick auf den Arbeitsschutz problematische Arbeitsplätze. Einerseits bedingt die Arbeit unmittelbar in der Nähe der Strahlenquelle eine hohe Strahlenbelastung für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal. Dies betrifft insbesondere die nicht durch Röntgenschutz abgedeckten Bereiche wie Augen, Kopf und Halsgefäße [1, 2], wo schwerwiegende Schäden entstehen können – von Katarakten bis hin zu Hirntumoren [3]. Andererseits belastet selbst insuffiziente Röntgen-Schutzkleidung durch das hohe Gewicht den Bewegungsapparat, so dass bereits nach fünf Jahren 85 Prozent der interventionell tätigen Ärztinnen und Ärzte über Schmerzen oder Schäden an der Wirbelsäule klagen [4]. Jeder zusätzliche Strahlenschutz bedingt so zugleich mehr Gewicht für den Mitarbeitenden. Gibt es eine Lösung für dieses Dilemma? Der interventionell tätige Kardiologe Dr. Mathias-Christoph Brandt, Oberarzt am Uniklinikum Salzburg, liefert in diesem Beitrag spannende Einblicke in die Praxis und verrät, was Zero-Gravity leisten kann, um den Strahlen- und Arbeitsschutz im Herzkatheterlabor zu optimieren und auch mehr Ärztinnen für die interventionelle Kardiologie zu gewinnen.

" Wir sehen eine besorgniserregende Häufung von aggressiven Hirntumoren bei interventionellen Kardiologinnen und Kardiologen, die viele Jahre im Katheterlabor gearbeitet haben. Diese treten zu 85 Prozent linksseitig auf, also auf der Seite der Strahlenquelle, und haben eine sehr schlechte Prognose."
Dr. Mathias-Christoph Brandt, Oberarzt am Uniklinikum Salzburg

https://news.biotronik.com/de/wie-effektiver-strahlen--und-arbeitsschutz-im-herzkatheterlabor-aussehen-koennen/?utm_source=linkedin&utm_medium=social&utm_campaign=corporate+blog

Flugpersonal: Korean Air will Strahlenbelastung ihrer Crews reduzieren - 16.04.2022

Besonders bei häufigen Langstreckenflügen ist Flugpersonal erhöhten Strahlendosen ausgesetzt. Korean Air will das Gesundheitsrisiko nun senken.

https://www.aerotelegraph.com/korean-air-will-strahlenbelastung-ihrer-crews-reduzieren

Neuer TÜV-Report zeigt Mängel an Röntgengeräten in Kliniken und Arztpraxen - 15.04.2022

Viele Mängel an Röntgengeräten betreffen den Strahlenschutz human- und dentalmedizinischer Aufnahmegeräte. Das zeigt der TÜV-Röntgenreport 2022. Insgesamt bestehe aber ein hohes Sicherheitsniveau für Patient:innen und medizinisches Personal.
#röntgen #anlagensicherheit #röntgenreport

https://www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/neuer-tuev-report-zeigt-maengel-an-roentgengeraeten-in-kliniken-und-arztpraxen

ODL-Info - Radioaktivität in Deutschland - 27.02.2022

Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

Die Karte zeigt die Gamma-Ortsdosisleistung (ODL) an den etwa 1.700 betriebsbereiten Messstellen des ODL-Messnetzes des BfS. Der aktuelle Messwert ist dabei der letzte verfügbare Stundenmittelwert. Informationen zu einer Messstelle, sowie einen Link zu den aktuellen Zeitverläufen der ODL an den einzelnen Messstellen erhält man durch Anklicken der gewünschten Station in der Karte oder in der Messstellenliste. Diese Zeitverläufe werden vier mal pro Tag aktualisiert. Bei den dargestellten Messwerten handelt es sich um ungeprüfte Messwerte.

https://odlinfo.bfs.de/ODL/DE/themen/wo-stehen-die-sonden/karte/karte_node.html

Radiological maps - European Commission - 27.02.2022

The following collection of maps provides different options for displaying the levels of radiation in everyday life.

https://remap.jrc.ec.europa.eu/

Non-Hodgkin Lymphome und ionisierende Strahlung: Fallbericht und Review der Literatur - 11.12.2021

Annals of Hematology, 2021:
Non-Hodgkin lymphomas and ionizing radiation: case report and review of the literature; Inge Schmitz-Feuerhake, Rainer Frentzel-Beyme & Roland Wolff

Non-Hodgkin lymphoma (NHL) increased continuously since the last century in developed countries. While they are considered as disease in elder ages, a remarkable increasing incidence is also observed in German children and juveniles. The higher rates are interpreted by the changes in classification because diseases such as chronic lymphocytic leukaemia were also identified as NHL. Considerable rates of NHL were found in nuclear workers and liquidators of Chernobyl, i.e. in cases of low-dose chronical exposures. In Germany, we noticed three workers who developed NHL after decontamination of nuclear facilities. The bone marrow is generally considered as target organ for ionizing radiation, but NHL is obviously induced in the whole pool of lymphocytes. Therefore, the dosimetry in cases of typical occupational external and internal exposure must be revised. A high radiation sensitivity for NHL is a possible suspect and likely reason which may partly explain the continuous rise of the diseases in populations underlying the current increases of medical diagnostic exposure. NHL is also induced in children and juveniles with a history of diagnostic X-rays.

Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) hat in den Industrieländern seit dem letzten Jahrhundert kontinuierlich zugenommen. Während NHL im höheren Alter als Erkrankung anerkannt ist, wird auch bei deutschen Kindern und Jugendlichen eine bemerkenswerte Zunahme der Inzidenz beobachtet. Die höheren Raten werden durch die Klassifikationsänderungen interpretiert, da auch Krankheiten wie die chronische lymphatische Leukämie als NHL identifiziert wurden. Erhebliche Raten von NHL wurden bei Arbeitern und Liquidatoren von Tschernobyl, d. h. bei chronischen Niedrigdosis-Expositionen, gefunden. In Deutschland sind uns drei Arbeiter aufgefallen, die nach der Dekontamination von Nuklearanlagen an NHL erkrankten. Das Knochenmark gilt allgemein als Zielorgan für ionisierende Strahlung, aber NHL wird offensichtlich im gesamten Lymphozytenpool induziert. Daher muss die Dosimetrie bei berufstypischer äußerer und innerer Exposition überarbeitet werden. Eine hohe Strahlenempfindlichkeit für NHL ist ein möglicher vermuteter und wahrscheinlicher Grund, der zum Teil den kontinuierlichen Anstieg der Erkrankungen in der Bevölkerung erklären kann, der der aktuellen Zunahme der medizinisch-diagnostischen Exposition zugrunde liegt. NHL wird auch bei Kindern und Jugendlichen mit einer Vorgeschichte von diagnostischen Röntgenbildern induziert.

https://link.springer.com/article/10.1007/s00277-021-04729-z